Phrasal Verbs: ein Wort aus zweien
Das Phrasal Verb hängt an keinem einzelnen Aufgabentyp, und darin liegt sein Preis: Es entscheidet eine Lücke im offenen Lückentext, einen Optionssatz im Cloze, einen ganzen Satzteil in Lücken-Satzteile und einen Kasteneintrag im Wortkasten. Im Editing taucht es von der anderen Seite auf: Ein einfaches Verb bekommt eine Partikel, die es nicht nimmt, und genau diese Partikel ist das überzählige Wort.
Deshalb steht hier keine Liste mit hundert Verben. Es stehen Aufgaben in der Form der Prüfungsaufgaben hier, und die Regel kommt dann, wenn Sie über sie stolpern.
Der Punkt, an dem Sie hergekommen sind
Wahrscheinlich sind Sie aus dem Cloze hierhergekommen, von einer Aufgabe dieser Bauart. Vier Optionen, eine Lücke.
The handwriting had faded so badly that I could not ___ out the address on the envelope.
Prüfungsniveauout bedeutet hier für sich genommen nichts. Es klebt an make, und zusammen ergeben die beiden ein
Verb, das in keiner der beiden Hälften steckt. Das kleine Wort neben dem Verb heißt Partikel: In
so einem Paar verliert es oft seine eigene Bedeutung und bildet zusammen mit dem Verb ein neues Verb.
Es einzeln nachzuschlagen hilft nicht, und genau damit fängt das Phrasal Verb jeden, der Wort für
Wort liest.
Regel und Tabelle
Zwei Dinge sind getrennt zu merken. Erstens die Bedeutung: Die hat das Paar für sich. Zweitens die Form, also wohin das Objekt rutscht, das heißt das, worauf die Handlung zielt. Die Bedeutung klärt sich am Satz, die Form klärt sich überhaupt nicht: Sie ist vom Verbtyp vorgegeben, und bei einem Verb mit Objekt gibt es drei Haupttypen.
Eine Präposition ist ein kleines Wort, das ein Substantiv einführt und zu ihm gehört: at the sign,
to the station. Die Partikel gehört zum Verb. Daraus folgt ihr ganzes übriges Verhalten: Die
Partikel darf hinter das Objekt wandern, die Präposition niemals.
Die Tabelle ist gelesen. Prüfen Sie sie sofort an einer Aufgabe, in der genau ein Wort eingetragen wird und es keine Vorgaben gibt.
Die Bedeutung des Paares kam beide Male aus dem Satz. Im Wortkasten liegt das Paar als Ganzes und schon in der richtigen Form im Kasten, und die Frage ist nur, welches der Satz meint. Zwei Einträge im Kasten passen nirgends.
Als Nächstes hilft der Satz nicht mehr: In der folgenden Aufgabe sprechen alle vier Optionen von derselben Sache, und nur die Wortstellung ist verschieden.
Wohin das Objekt wandert
Aus Lücken-Satzteile: In die Lücke tritt ein ganzer Satzteil, und wenn dieser Teil ein Phrasal Verb enthält, unterscheiden sich die Optionen oft nur darin, wo das Objekt steht.
The receptionist asked us to ___ .
PrüfungsniveauDie freie Reihenfolge hat genau einer der drei Typen. Im nächsten Satzteil verkennt jede falsche Option den Typ: Eine lässt das Pronomen hinter der Partikel eines trennbaren Verbs stehen, zwei trennen Paare, die sich nicht trennen lassen.
The council promised to ___ , but three years later the old factory was still standing.
schwerer als die PrüfungDie drei Typen unterscheiden sich einzig darin, was man dazwischenschieben darf, und in der Prüfung kostet das dort Punkte, wo die Wortstellung geprüft wird. Es gibt aber eine Stelle, an der derselbe Unterschied nicht über die Stellung entscheidet, sondern darüber, ob das Wort überhaupt dasteht.
Partikel oder Präposition
Im Editing wird ein überzähliges Wort gestrichen, und der Preis eines Fehlers ist hier direkt: Gestrichen werden kann die halbe Verbform.
Klicken Sie das Wort an, das nicht hingehört. Ist die Zeile so korrekt, wählen Sie „kein überflüssiges Wort“.
Prüfungsniveau- 00
- 01
- 02
- 03
Das Streichen ist nicht die einzige Stelle, an der dieser Unterschied einen Punkt kostet. Im offenen Lückentext wird ein Wort eingetragen, und es ist mal das eine und mal das andere, und zwar in benachbarten Zeilen.
Der Nachbarartikel nimmt sich die andere Hälfte dieser Frage vor: welche Präposition das Wort links
verlangt, responsible for, depend on. Dort bedeutet das Verb dasselbe wie ohne die Präposition,
und das kleine Wort führt nur das Objekt ein. Hier ist es umgekehrt: Die Partikel baut das Verb um,
und deshalb lässt sie sich weder weglassen noch dem Sinn nach ersetzen.
Eine Partikel, wo keine hingehört
Das gilt nur für ein Paar, das es gibt. Das Editing stellt auch die umgekehrte Falle: Ein einfaches
Verb wie explain oder visit bekommt eine Partikel, die es nicht nimmt, und die Zeile sieht aus wie
ein Phrasal Verb. Zu prüfen ist nicht, ob sich die Bedeutung ändert, sondern ob es das Paar überhaupt
gibt. set up, carry out, phone up gibt es, auch wenn die Partikel wenig hinzufügt, und sie
bleiben stehen. explain out gibt es nicht, also ist out das überzählige Wort.
Klicken Sie das Wort an, das nicht hingehört. Ist die Zeile so korrekt, wählen Sie „kein überflüssiges Wort“.
Prüfungsniveau- 00
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- 02
- 03
Die dritte Zeile kostet Punkte in die andere Richtung: Auch eine Partikel, die wenig hinzufügt, ist Teil eines echten Verbs. Jetzt dieselbe Prüfung unter vier Zeilen, von denen nur eine fehlerhaft ist.
In welcher Zeile steht ein überzähliges Wort?
PrüfungsniveauWenn eine Partikel überzählig aussieht, fragen Sie sich, ob Sie genau diesem Paar schon begegnet sind. Wenn ja, lassen Sie sie stehen; nimmt das Verb sein Objekt immer direkt, streichen Sie die Partikel.
Was Sie mitnehmen
| Was es ist | Verb plus Partikel, zusammen ein neues Wort |
| Woher die Bedeutung kommt | aus dem ganzen Paar; in den Hälften steckt sie nicht |
| Trennbar | turn off the light und turn the light off, mit Pronomen aber nur turn it off |
| Untrennbar und dreiteilig | look after, put up with lassen sich nie trennen |
| Partikel oder Präposition | Bedeutung des Verbs geändert, dann Partikel; führt ein Substantiv ein, dann Präposition |
| Im Editing | ein echtes Paar behält seine Partikel; eine Partikel an einem Verb ohne solches Paar ist überzählig |
Und eine Sache für den Schreibteil: Das Phrasal Verb ist oft die umgangssprachlichere Hälfte
eines Paares (put off gegen postpone, take on gegen recruit). Für einen Blog-Kommentar
spricht das eher dafür, für einen formellen Text eher dagegen.
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