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Adjektive und Adverbien

Eine einzige Entscheidung, Adjektiv oder Adverb, zieht sich durch den ganzen Teil Language in Use. In der Wortbildung entscheidet sie einen guten Teil der Lücken. Im Multiple-choice cloze sind die vier Optionen oft ein Stamm in Adjektiv- und Adverbform. Im Wortkasten und im Buchstaben-Lückentext kommt es seltener vor, aber es kommt vor. Und im Editing bricht der Vergleich, der auf Adjektiven aufbaut: more cheaper, the most cheapest, so wide enough.

Deshalb folgt hier kein vollständiges Kapitel über Steigerungsstufen; was das Editing daran bricht, hat gegen Ende einen eigenen Abschnitt. Es folgen die Lücken aus diesen Aufgaben, und die Regel kommt dann, wenn Sie über sie gestolpert sind.

Die Lücke, wegen der Sie hier sind

Sehr wahrscheinlich kommen Sie aus der Wortbildung, von genau dieser Lücke. In der Klammer steht der Wortstamm, einzutragen ist ein Wort. Lösen Sie sie noch einmal.

Prüfungsniveau
The students answered his complaints (polite) and asked for one more week.

Wenn Sie polite eingetragen haben, sind Sie in großer Gesellschaft, und der Grund liegt tiefer als Unaufmerksamkeit. Deutsch verwendet dasselbe Wort in höflich antworten und eine höfliche Antwort, sodass nichts im Ohr sagt, dass eine zweite Form fällig ist. Russisch hat zwei Formen, вежливый und вежливо, aber sie decken sich nicht mit den englischen Stellen: Russisch sagt звучит опасно, wo Englisch sounds dangerous verlangt. Englisch markiert den Unterschied, und es markiert ihn durch die Stelle im Satz.

Die Regel und die Tabelle

Zwei Wörter, und um sie geht der Rest des Artikels. Das Adjektiv hängt an einem Ding: am Nomen daneben oder am Subjekt, also an dem, worüber der Satz spricht. Es beantwortet die Frage wie beschaffen. Das Adverb hängt am Verb und beantwortet die Frage wie. Im Englischen trägt das Adverb oft, aber nicht immer, die Endung -ly.

Die Wahl trifft nicht das Wort in der Klammer und nicht die Endung, sondern die Stelle im Satz. Es gibt zwei Proben, und beide macht das Auge.

Erste Probe: Lücke zuhalten. Bleibt der Satz ohne sie vollständig (Subjekt und Prädikat stehen, nichts ist abgeschnitten), dann gehört ein Adverb hinein. Ein Adjektiv lässt sich meist nicht weglassen: Entweder steht dahinter das Nomen, das es beschreibt, oder links steht ein Verb, das ohne es abbricht. Eine Gruppe von Verben kommt am Finger vorbei: find, keep, make, leave, consider nehmen ein Objekt und danach ein Wort, das dieses Objekt beschreibt, found the plan sensible, keep the kitchen clean. Der Satz überlebte ohne dieses Wort, und doch beschreibt es das Objekt und nicht die Handlung, also ist es ein Adjektiv. Fragen Sie, woran es hängt: wie die Handlung ausgeführt wurde oder in welchem Zustand das Objekt ist.

Zweite Probe: auf das Verb links schauen. Englisch hat eine kleine Gruppe von Verben, die kein Geschehen nennen, sondern dem Subjekt eine Eigenschaft zuschreiben: be, look, sound, feel, seem, become, taste, smell, get, stay, turn. Man nennt sie Kopulaverben: eine Kopula ist ein Verb, das selbst nichts mitteilt und nur das Subjekt mit seiner Beschreibung verbindet. Nach der Kopula steht die Form ohne -ly: sounds strange, nicht sounds strangely. Nach jedem anderen Verb, das ein wirkliches Geschehen nennt, steht das Adverb.

Das alles in einer Tabelle. Sie wird bei jeder folgenden Lücke gebraucht, lassen Sie sie im Blick.

Was um die Lücke stehtWas in die Lücke gehört
the, a, its, their links, Nomen rechtsAdjektiv
be, look, sound, feel, seem, become linksAdjektiv, ohne -ly
der Satz bleibt ohne die Lücke vollständigAdverb, meistens auf -ly
links ein gewöhnliches Verb, die Lücke ist weglassbarAdverb
find, keep, make, leave + ObjektAdjektiv: kept the kitchen clean
than rechtsVergleich: -er oder more / less
as rechtsForm ohne -er und ohne more
too links und to rechtsForm ohne -er

Jetzt zur Endung selbst, denn auf sie verlässt man sich am liebsten. Sie trügt in beide Richtungen.

leichter als die Prüfung
Hängt am DingHängt am Verb
ohne Lärmquiet
mit Sorgfaltcarefulcarefully
mit Könnengood
mit Tempo
mit Mühe

In die andere Richtung trügt die Endung ebenso. friendly, lovely, lonely enden auf -ly und sind nur Adjektive: smiled friendly sagt niemand, nur smiled in a friendly way. daily, weekly, early sind beides: a daily paper, published daily. Die Frage bleibt deshalb immer dieselbe: nicht wie sieht das Wort aus, sondern woran hängt es.

Wortbildung: die Aufgabe, in der diese Entscheidung am häufigsten gefragt ist

Die Regel haben Sie gelesen. Gebraucht wird sie jetzt in drei anderen Aufgaben, und in der ersten ist gar nichts einzutragen: Dort stehen die vier Formen schon fertig da.

Dieselbe Entscheidung in drei anderen Aufgaben

Multiple-choice cloze. Vier Optionen, und meist alle vier vom selben Stamm, sodass nicht zwischen Wörtern gewählt wird, sondern zwischen Formen.

Even after two repairs the old lift still sounds ___ to the people who use it.

Prüfungsniveau

Hier hat ein einziges Verb links alles entschieden. Die nächste Lücke steht in einem Text, in dem zweimal hintereinander zu entscheiden ist, und das Verb links steht nur bei einer der beiden.

Prüfungsniveau
The new timetable looked (sense) on paper, but in the first week the drivers followed it only (partial).

Zwei Lücken in einem Satz, und beide mit dem Finger geschlossen. Die nächste Aufgabe funktioniert anders: dort steht das entscheidende Wort nicht links von der Lücke, sondern rechts.

Prüfungsniveau
Heating the hall costs far more this winter last. The second route is not steep as the first, and most people take it now.

Noch drei Aufgaben

Der Vergleichsrahmen hat über die Form entschieden, aber nicht mit der Endung gestritten. Die nächste Aufgabe streitet: dort gibt es beide Wörter wirklich, und -ly sagt nicht, welches gemeint ist.

The first winter was so wet that the volunteers ___ worked outside at all.

schwerer als die Prüfung

Das Paar hard und hardly hängt an der Bedeutung, nicht an der Stelle. Die nächste Aufgabe entscheidet wieder die Stelle, und zwar ein Verb, das man leicht für ein gewöhnliches Geschehen hält.

schwerer als die Prüfung
After the third week the job felt (manage), and the new volunteers stopped leaving.

Die Kopula hat zum zweiten Mal die Form ohne -ly verlangt, und beide Male stand sie links von der Lücke sichtbar da. In der nächsten Aufgabe steht links ein Wort, das mit der Form nichts zu tun hat, und rechts genau das, was damit zu tun hat.

The second bridge was built ___ carefully than the first, and it needed repairs within a year.

Prüfungsniveau

Noch ein Text, ohne Kommentar dazwischen

Jetzt wie auf dem Prüfungsbogen: ein anderer Text, vier Lücken hintereinander und kein Kommentar dazwischen. Es geht um einen Dorfsaal, den die Leute selbst gestrichen haben.

Prüfungsniveau
The village hall was repainted last spring by six people who had never held a brush. The first coat was applied (thin), and the old colour showed through everywhere. By the second weekend the group worked much (fast) than at the start, and the room began to look (welcome) again. The ceiling, they all agreed afterwards, had been painted so (bad) that it needed a third coat.

In keiner der vier musste eine Suffixliste erinnert werden. In jeder wurde zuerst die Stelle gelesen und erst danach das Wort.

Bored oder boring: zwei Adjektive aus einem Verb

Die Wortbildung gibt in der Klammer oft ein Verb vor (interest, bore, surprise, tire) und eine Lücke, die ein Adjektiv verlangt. Aus jedem solchen Verb macht Englisch zwei Adjektive. Die Form auf -ing beschreibt das, was das Gefühl auslöst, die Form auf -ed beschreibt den, der es hat: the lecture was boring (die Vorlesung langweilt), the students were bored (die Studierenden langweilen sich). Die Kopula-Probe sagt Ihnen, dass ein Adjektiv fällig ist; diese zweite Probe wählt, welches. Fragen Sie, wer das Gefühl hat.

Prüfungsniveau
The first meeting was so (tire) that half the volunteers left before nine. The ones who stayed were (surprise) by how much the hall had changed. They found the old photographs on the wall really (interest).

Vergleich im Editing: ein Steigerungswort zu viel

Das Editing bricht den Vergleich, indem es ihn verdoppelt. Ein kurzes Adjektiv nimmt -er und -est, ein langes nimmt more und most, nie beides: cheaper, the cheapest, more expensive, nicht more cheaper oder the most cheapest. Eine unregelmäßige Form ist schon vollständig: better, worse, best, worst nehmen kein more oder most. Wörter, die schon das obere Ende der Skala nennen, perfect, ideal, unique, bleiben in sorgfältigem Schreiben meist ohne more. Und enough steht hinter seinem Adjektiv und nimmt kein so: wide enough, nicht so wide enough.

Klicken Sie das Wort an, das nicht hingehört. Ist die Zeile so korrekt, wählen Sie „kein überflüssiges Wort“.

Prüfungsniveau
  1. 00
  2. 01
  3. 02
  4. 03
  5. 04
  6. 05

Too deep for them to live: was nach too folgt

Der Multiple-choice-Cloze baut Lücken auch in ein Muster, das mit too und einem Adjektiv beginnt. Versuchen Sie eine vor der Regel.

By midday the river was running too fast ___ to cross on foot, so the group turned back.

Prüfungsniveau

Wer that the children could gewählt hat, hat den häufigsten Fehler gemacht. Der Nebensatz (ein Satzteil mit eigenem Handelnden und eigenem Verb) klingt nach gutem Englisch, nur steht er nie hinter too. Auf too und ein Adjektiv folgen to und ein Verb, dazwischen bei Bedarf for und der Betroffene: too deep for them to live in. Prüfen Sie also, welche Option zwischen das Adjektiv und to passt. Der Nebensatz mit that gehört zu einem anderen Wort, so: so deep that they could not live in it sagt dasselbe, aber nach could steht das Verb ohne to, und das Objekt wird noch einmal genannt, it. enough nimmt dasselbe Muster wie too, steht aber hinter seinem Adjektiv: deep enough for them to live in.

The fog over the harbour was ___ thick that the ferry stayed in port all morning.

Prüfungsniveau

Was Sie mitnehmen

Das Adjektiv hängt aneinem Ding: dem Nomen daneben oder dem Subjekt
Das Adverb hängt andem Verb
Probe Nummer einsLücke zuhalten: Satz vollständig, also Adverb
Probe Nummer zweiKopula links (be, look, sound, feel, seem): ohne -ly
Die Endung -lyist keine Probe: well, fast, hard ohne sie; friendly mit ihr; daily beides
-ing gegen -edwas das Gefühl auslöst, gegen den, der es hat
hard und hardlyzwei Wörter, nicht zwei Formen eines Wortes
Der Rahmen more … thanverlangt den Vergleich; as … as verlangt die Form ohne Vergleich
Wo es am häufigsten gefragt istWortbildung
Im Editingein Steigerungswort: cheaper, nicht more cheaper; wide enough, nicht so wide enough

Der Arbeitsgang ist immer derselbe, und er beginnt nicht bei der Endung. Zuerst die Stelle: was steht links, was rechts, bleibt der Satz ohne die Lücke vollständig. Die Stelle nennt die Wortart. Und erst danach bekommt das Wort seine Form.

Zwei Gewohnheiten kosten am meisten. Die erste ist das Übersetzen: Deutsch sagt höflich antworten und gefährlich klingen mit einer Form, Russisch sagt ответили вежливо und звучит опасно mit einer Form, im Englischen verlangt das eine -ly und das andere verbietet es. Die zweite ist, -ly für das Kennzeichen des Adverbs zu halten: well und fast sind Adverbien ohne es, und friendly ist mit ihm kein Adverb.

Fünf Aufgaben, in denen das Punkte bringt oder kostet:

Wortbildung: dort muss der Stamm zum Adjektiv oder Adverb werden Multiple-choice cloze: dort unterscheiden sich die Optionen nur in der Form Offener Lückentext: ein Wort in die Lücke, und oft ist es than oder as Wortkasten: Adverb und Vergleichsrahmen kommen als ganzes Stück Editing: dort trägt ein Vergleich ein Steigerungswort zu viel
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