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Leitfaden

Ergänzungsprüfung Deutsch (EPD) in Wien: mündliche Prüfung, Themen und Aufbau der Präsentation

Der mündliche Teil der EPD, der Deutschprüfung für die Zulassung zu den Wiener Universitäten, folgt auf den schriftlichen, und eingeladen wird, wer den schriftlichen bestanden hat. Es ist ein Gespräch mit einer Kommission: Zuerst halten Sie eine Präsentation zu einer Aufgabe, die Sie selbst gewählt haben, danach sprechen Sie über neues Material, auf das Sie sich nicht vorbereiten können. Unten steht, wie die Prüfung abläuft, welche Aufgaben und Themen es gibt und was die Kommission hören will.

Den mündlichen Teil legen alle ab, auch diejenigen, denen eine Arbeit aus dem Deutschkurs am VWU anstelle des schriftlichen Teils angerechnet wurde.

Wie die mündliche EPD abläuft

Die Vorbereitung beginnt damit, dass Sie zwei Aufgaben aus zwei verschiedenen Themenbereichen bekommen und eine davon wählen. Für die Vorbereitung haben Sie mindestens 15 Minuten, und die ganze Zeit dürfen Sie ein einsprachiges Wörterbuch benutzen, das der VWU zur Verfügung stellt, und sich Stichwörter notieren.

Danach sprechen Sie etwa fünf Minuten frei zu den Fragen, die mit der Aufgabe abgedruckt sind, den Leitfragen. Einen vorher geschriebenen Text abzulesen oder Auswendiggelerntes aufzusagen, zählt nicht. Erst nach der Präsentation bekommen Sie neues Material und sprechen darüber noch etwa fünf Minuten ohne Vorbereitung.

Die Kommission besteht aus drei Personen: Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer, einer zweiten Lehrkraft des VWU und einer Vertretung der Universität. Das Ergebnis erfahren Sie direkt nach der Prüfung.

Jeder Termin hat sein eigenes Zeitfenster für die mündlichen Prüfungen, und alle Fenster stehen in der Tabelle im Artikel über Termine und Anmeldung.

Impulse und Leitfragen

Das Material, mit dem jeder Teil beginnt, heißt im Modell Impuls. Für die Präsentation ist das eine Grafik, ein kurzer Text oder eine Karikatur. Für das Gespräch kann der Impuls ein Bild, eine einfache Grafik, ein Zitat oder eine Aussage sein, und bei einer Aussage bekommen Sie zwei gegensätzliche Positionen und vertreten eine davon.

Im Modell gehören zu jeder Präsentationsaufgabe 5 Leitfragen, und sie folgen immer demselben Schema. Wer es kennt, kommt mit einem fertigen Plan für die Präsentation in die Prüfung. Angenommen, Sie haben eine Grafik aus dem Bereich Medien gewählt, etwa zur künstlichen Intelligenz. Dann gliedern sich die fünf Minuten so:

  1. Worum geht es im Impuls? Geben Sie seine Hauptaussage kurz wieder.
  2. Wie sieht es in Ihrem Land oder in Ihrem Alltag aus?
  3. Welche Vor- und Nachteile sehen Sie?
  4. Wie wird sich das Thema in Zukunft entwickeln?
  5. Welche Maßnahmen schlagen Sie vor und warum?

Die Themen der mündlichen EPD

Das Modell nennt zehn Themenbereiche, aus denen die Aufgaben der schriftlichen wie der mündlichen Prüfung kommen:

  • Arbeitswelt und Wirtschaft
  • Beziehungen und Geschlechtergerechtigkeit
  • Gesellschaft und soziales Engagement
  • Konsumgesellschaft
  • Körperliche und mentale Gesundheit
  • Lernen, Bildung, Studium, Wissenschaft
  • Medien
  • Tourismus und Reisen
  • Wohnen
  • Umwelt

Jedes Thema kann aus einem von vier Blickwinkeln kommen: Globalisierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Zukunftstrends. Dasselbe Thema kann deshalb als Frage nach seiner Zukunft oder nach seiner Nachhaltigkeit gestellt werden.

Worauf die Kommission im mündlichen Teil achtet

Eine Punktetabelle für den mündlichen Teil veröffentlicht das Modell nicht. Stattdessen beschreibt es, was Sie zeigen sollen, und beginnt mit dem Satz „Nicht Ihr Wissen, sondern Ihre Deutschkenntnisse werden geprüft.“ Bewertet wird, wie Sie Deutsch sprechen, und Ihr Wissen zum Thema selbst geht nicht in die Bewertung ein.

Kurze, fehlerhafte Sätze mit wenig Wortschatz reichen nicht, ebenso wenig ein mechanisch aufgesagter, auswendig gelernter Text. Perfekt und fehlerfrei sprechen müssen Sie dabei nicht. Zeigen sollen Sie, dass Sie Folgendes können:

  • Gelerntes so anwenden, wie es die Aufgabe oder das Gespräch verlangt.
  • Die Prüfenden verstehen und auf sie reagieren.
  • Zu verstehen geben, dass Sie etwas nicht verstanden haben, anderer Meinung sind oder wenig über das Thema wissen.
  • Eigene Fehler mit Hilfe der Prüfenden korrigieren.
  • Sich so ausdrücken, dass man Sie ohne Mühe und ohne Missverständnisse versteht.

Wie Sie den mündlichen Teil trainieren

Nehmen Sie sich der Reihe nach jedes der zehn Themen vor und halten Sie dazu laut eine fünfminütige Präsentation nach Stichwörtern, mit Uhr und ohne Papier. Bitten Sie danach jemanden, Ihnen eine Frage zu stellen, mit der Sie nicht rechnen, und antworten Sie sofort.

Im Trainer für den mündlichen Teil wählen Sie eine Aufgabe, stellen die Vorbereitungszeit am Timer ein und nehmen Ihre Präsentation auf. Im zweiten Teil beantworten Sie sofort Nachfragen, die eine KI stellt, und beide Teile lassen sich wie in der Prüfung hintereinander durchgehen. Das mündliche Training wird zum EPD-Abo separat hinzugebucht, die Bedingungen stehen bei den Tarifen auf der Kursseite.

Den schriftlichen Teil mit allen Abschnitten behandelt der Überblick zur EPD.

Quellen

· 2 geprüft am 25.09.2026
  1. Statut des Vorstudienlehrganges der Wiener Universitäten (VWU) · geprüft 25.09.2026
  2. Modell Ergänzungsprüfung Deutsch (gültig ab Juni 2026) · geprüft 23.09.2026

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