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Kasus-Referenz: die Artikeltabellen

Zwei Tabellen. Wer sie im Kopf hat, löst grob jede fünfte Lücke im onSET, oft schon bevor der ganze Satz zu Ende gelesen ist. Der Grund: Im C-Test fehlt bei jedem zweiten Wort die zweite Hälfte, und auffällig oft steckt genau darin eine Kasusendung: dem Mann, einen Tag, des Vaters. Diese Endung sitzt fast nie im Nomen selbst, sondern im kleinen Artikelwort davor. Wer die Formen von der und ein in allen vier Fällen auswendig kann, hat damit schon die halbe Miete jeder Kasuslücke.

Dieser Artikel ist Ihr Nachschlagewerk: die vollständige Tabelle des bestimmten Artikels (der, die, das) und die des unbestimmten Artikels samt kein und den Possessivartikeln. Wenn Sie diese zwei Tabellen sicher abrufen können, brauchen Sie an jeder Lücke nur noch zu wissen, welcher Kasus verlangt wird, und genau das zeigen Ihnen die beiden Trigger-Artikel, die auf diesen hier aufbauen.

Diese Seite ist die einzige Stelle, an der die vollständigen Artikeltabellen stehen. Andere Kapitel wie Funktionswörter & Konnektoren und Präpositionen & Rektion verweisen für die volle Tabelle hierher zurück und bieten dort nur die Kurzabfrage zum Selbsttest.

Kurzregel: Der Kasus steht fast nie im Nomen — er steht im Artikelwort links davon. Wer die zwei Artikeltabellen sicher abrufen kann, löst jede Kasus-Lücke in zwei Schritten.

Realistischer Aufwand: ein konzentrierter Abend, danach täglich zwei Minuten Abruftraining.

Referenz: die bestimmten Artikel

Das ist die wichtigste Tabelle des ganzen Artikels. Alle vier Kasus, alle drei Genera und der Plural. Prägen Sie sich besonders die Diagonale ein: im Maskulinum ändert sich der Artikel am stärksten (der, den, dem, des).

KasusmaskulinfemininneutrumPlural
Nominativderdiedasdie
Akkusativdendiedasdie
Dativdemderdemden (+n)
Genitivdes (+s / es)derdes (+s / es)der

Zwei Merkpunkte: Im Dativ Plural bekommt nicht nur der Artikel ein -n (den), sondern meist auch das Nomen (mit den Kindern). Im Genitiv von Maskulinum und Neutrum trägt zusätzlich das Nomen eine Endung (des Vaters) — dazu mehr in Kasus-Trigger: Verben und Genitiv.

Füllen Sie jetzt die fehlenden Zellen aus. Das sind die vier, die sich am stärksten verändern:

MaskulinFemininNeutrumPlural
Nominativderdiedasdie
Akkusativdiedasdie
Dativder
Genitivderder

Haben Sie es gespürt? Sie haben die vier Lücken nicht geraten, sondern aus dem Muster der Nachbarzellen erschlossen, denn jede leere Zelle folgt exakt derselben Zeilen- und Spaltenlogik wie die bereits ausgefüllten.

Referenz: unbestimmte Artikel und kein/mein

ein, kein und die Possessivartikel (mein, dein, sein ...) bekommen dieselben Endungen. Weil ein keinen Plural hat, steht in der Plural-Spalte kein, damit Sie die Pluralendungen trotzdem sehen.

KasusmaskulinfemininneutrumPlural (kein)
Nominativeineineeinkeine
Akkusativeineneineeinkeine
Dativeinemeinereinemkeinen
Genitiveineseinereineskeiner

Achten Sie auf das Muster: Im Nominativ und Akkusativ hat ein beim Maskulinum und Neutrum keine Endung (nur einen im Maskulinum Akkusativ ist die Ausnahme). Ab dem Dativ tragen alle Formen die volle Endung, genau wie beim bestimmten Artikel (-em, -er, -es).

Füllen Sie die drei Zellen aus, in denen ein kein Genus-Signal liefert:

MaskulinFemininNeutrumPlural (kein)
Nominativeinekeine
Akkusativeineneinekeine
Dativeinemeinereinemkeinen
Genitiveineseinereineskeiner

Endgegner-Lücke

Die Diagonale ist gelernt, doch dieser Fall bringt Sie am ehesten ins Straucheln: ein markiert im Maskulinum Akkusativ mit -en eine Ausnahme, wo Nominativ und Neutrum keine Endung zeigen und das Ohr sich leicht täuscht.

Ich sehe ___ Hund. (der Hund, Akkusativ) Welche Form ist richtig?

Zwischen Artikel und Nomen kann noch ein Adjektiv stehen, und auch dieses trägt eine eigene Endung, mit einer eigenen Regel:

Adjektivendungen: Die Ein-Signal-Regel

Zum Merken

  • Der Kasus steht im Artikelwort, nicht im Nomen. Die beiden Tabellen oben sind Ihr komplettes Nachschlagewerk dafür.
  • Bestimmter Artikel: der, den, dem, des — die stärkste Veränderung passiert im Maskulinum.
  • Unbestimmter Artikel und kein/mein folgen demselben Muster, nur ohne eigenen Plural bei ein.
  • Im Dativ Plural bekommt auch das Nomen ein -n, im Genitiv von Maskulinum und Neutrum eine Endung am Nomen — beides vertieft Kasus-Trigger: Verben und Genitiv.
  • Welchen Kasus Sie überhaupt in die Tabelle eintragen, verraten Ihnen die Trigger in Kasus-Trigger: Präpositionen und Kasus-Trigger: Verben und Genitiv.

Zwei Tabellen, zwei Formen, vier Fälle: Das ist der ganze Stoff. Jede weitere Lücke im Test ist nur eine neue Anwendung derselben zwei Raster.

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