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I · Leseverstehen
5 Б.

Kurzantworten

I. Leseverstehen — Text 6

Interview: „Digitalisierung an Schulen braucht mehr als nur Geräte"

Redaktion: Herr Berger, Sie beschäftigen sich seit Jahren mit der Digitalisierung im Bildungsbereich. Was ist das größte Hindernis?

Das größte Problem ist aus meiner Sicht die mangelnde Infrastruktur. Viele Schulen in Österreich haben immer noch keine stabile Internetverbindung. Ohne schnelles Internet können digitale Lernplattformen nicht sinnvoll genutzt werden. In manchen ländlichen Regionen bricht die Verbindung regelmäßig zusammen, was den Unterricht massiv stört.

Liegt es nur an der Technik?

Nein, keineswegs. Ein mindestens ebenso großes Problem ist, dass viele Lehrkräfte nicht ausreichend für den Einsatz digitaler Medien geschult sind. Es fehlt an systematischen Fortbildungsprogrammen, die über das bloße Bedienen von Geräten hinausgehen. Die Lehrerinnen und Lehrer müssen verstehen, wie digitale Werkzeuge pädagogisch sinnvoll eingesetzt werden können.

Welche Vorteile sehen Sie dennoch in der Digitalisierung?

Der größte Vorteil liegt in der Möglichkeit der individuellen Förderung. Adaptive Lernsoftware kann den Lernstand jedes einzelnen Schülers analysieren und maßgeschneiderte Übungen anbieten. Schwächere Schüler bekommen zusätzliche Erklärungen, während stärkere Schüler weiterführende Aufgaben erhalten. So kann jedes Kind in seinem eigenen Tempo lernen.

Gibt es auch Bedenken, die Sie haben?

Ja, besonders beim Thema Datenschutz. Viele der eingesetzten Plattformen sammeln große Mengen an persönlichen Daten der Schülerinnen und Schüler. Lernverhalten, Fehlerquoten, Anwesenheitszeiten – all das wird gespeichert. Die Frage, wer Zugriff auf diese Daten hat und wie sie geschützt werden, ist noch nicht ausreichend geklärt.

Wie sollte die ideale digitale Schule aussehen?

Die ideale Lösung ist ein hybrides Modell, das digitale und analoge Methoden sinnvoll kombiniert. Der persönliche Kontakt zwischen Lehrenden und Lernenden ist durch nichts zu ersetzen. Gleichzeitig können digitale Werkzeuge den Unterricht bereichern und neue Lernmöglichkeiten schaffen. Es geht nicht um entweder oder, sondern um ein kluges Sowohl-als-auch.


Aufgabe: Fragen beantworten (maximal 4 Wörter)

Beantworten Sie folgende Fragen / vervollständigen Sie folgende Sätze mit maximal 4 Wörtern. Ein Beispiel (0) ist vorgegeben.

Frage 0: Was ist laut Herrn Berger das größte Problem bei der Digitalisierung an Schulen?

Die mangelnde Infrastruktur

Frage 1: Was fehlt vielen Schulen in ländlichen Gebieten?

Frage 2: Was fehlt den Lehrkräften im Umgang mit digitalen Medien?

Frage 3: Was ermöglicht adaptive Lernsoftware?

Frage 4: Welches Thema bereitet Herrn Berger besondere Sorgen?

Frage 5: Wie sollte die ideale digitale Schule laut Berger gestaltet sein?

5 Punkte

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