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Fragen den Antworten zuordnen
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I · Leseverstehen
10 Б.

Fragen den Antworten zuordnen

I. Leseverstehen — Text 7

Zukunft der Universitäten: Zwischen Hörsaal und Bildschirm

1 -

Die Pandemie war ein Katalysator, der einen Prozess beschleunigt hat, der ohnehin im Gange war. Plötzlich mussten alle Vorlesungen online stattfinden. Viele Lehrende und Studierende haben dabei entdeckt, dass digitale Formate durchaus Vorteile bieten können – etwa die Flexibilität, Aufzeichnungen mehrfach anzusehen.

2 -

Das ist eine berechtigte Frage. Grundsätzlich kann man sagen, dass Onlineprüfungen funktionieren, aber sie haben klare Schwächen. Die Identitätskontrolle ist schwieriger, und die Versuchung zum Schummeln ist größer. Für manche Prüfungsformate, wie mündliche Prüfungen, funktioniert das Onlineformat überraschend gut.

3 -

Ja, absolut. Theorielastige Fächer wie Philosophie oder Geschichte lassen sich gut digital vermitteln. Aber Fächer wie Chemie oder Medizin, bei denen Laborarbeit und praktische Übungen zentral sind, brauchen zwingend Präsenzformate.

4 – K (Beispiel)

Auf keinen Fall. Ein Auslandssemester bietet so viel mehr als nur akademische Inhalte. Es geht um interkulturelle Erfahrungen, Selbstständigkeit und persönliches Wachstum. Virtuelle Programme können das ergänzen, aber niemals vollständig ersetzen.

5 -

Nein, das glaube ich nicht. KI kann repetitive Aufgaben übernehmen, wie das Korrigieren von Multiple-Choice-Tests oder das Erstellen individualisierter Übungsaufgaben. Aber die kritische Begleitung, die Inspiration und das Mentoring, das gute Professorinnen und Professoren bieten, ist durch keine Maschine zu ersetzen.

6 -

Sie werden sich wandeln, aber nicht verschwinden. Große Massenvorlesungen mit 500 Studierenden werden zunehmend durch Onlineformate ersetzt. Aber Seminare, Diskussionsrunden und praktische Übungen in kleinen Gruppen – das bleibt der Kern der universitären Bildung.

7 -

Eine Studie unserer Fakultät zeigt, dass etwa 15 Prozent der Studierenden während der Pandemie keinen eigenen Laptop besaßen und auf Smartphones oder Bibliothekscomputer angewiesen waren. Die Universitäten müssen hier für Chancengleichheit sorgen, etwa durch Leihgeräte-Programme.

8 -

Bibliotheken sind weit mehr als Büchersammlungen. Sie sind Lern- und Begegnungsorte, die gerade in Zeiten der Vereinzelung durch digitales Lernen an Bedeutung gewinnen. Viele Universitätsbibliotheken haben sich zu modernen Lernzentren mit Gruppenarbeitsräumen und digitalen Angeboten gewandelt.

9 -

Das ist ein Thema, das viel zu lange vernachlässigt wurde. Vereinsamung, Leistungsdruck und Zukunftsangst betreffen viele Studierende. Universitäten müssen niederschwellige Beratungsangebote schaffen und eine Kultur etablieren, in der es kein Stigma ist, sich Hilfe zu holen.

10 -

Neben fachlichem Wissen brauchen sie vor allem digitale Kompetenz, kritisches Denken und die Fähigkeit zum selbstgesteuerten Lernen. Wer nicht in der Lage ist, Informationen aus dem Internet zu bewerten und einzuordnen, wird es in der modernen Arbeitswelt schwer haben.

11 -

Ich empfehle ihnen, aktiv Lerngruppen zu bilden, auch wenn diese nur virtuell stattfinden. Der Austausch mit Kommilitonen ist enorm wichtig. Außerdem sollten sie die Beratungsangebote der Universität nutzen und sich nicht scheuen, Probleme offen anzusprechen.


Aufgabe: Fragen zuordnen

Lesen Sie das Interview mit der Bildungsexpertin Prof. Keller zum Thema Zukunft der Universitäten und ordnen Sie die Fragen (A-K) den Antworten (1-11) im Interviewtext zu. Ein Beispiel ist vorgegeben.

Aussagen des Reporters:

A:Gibt es Fächer, die sich besonders gut für digitale Lehre eignen?
B:Haben die Studierenden überhaupt die nötige technische Ausstattung?
C:Kann KI die Arbeit von Professorinnen und Professoren ersetzen?
D:Was raten Sie Studierenden, die mit dem Onlinestudium Schwierigkeiten haben?
E:Welche Rolle spielen Bibliotheken noch im digitalen Zeitalter?
F:Wie hat die Pandemie die Hochschulbildung verändert?
G:Wie können Universitäten die psychische Gesundheit der Studierenden fördern?
H:Wie sehen Sie die Zukunft der Präsenzvorlesungen?
I:Sind Onlineprüfungen ein geeigneter Ersatz für klassische Klausuren?
J:Welche Kompetenzen müssen Studierende im digitalen Zeitalter mitbringen?
K:Wird das Auslandssemester durch virtuelle Austauschprogramme überflüssig?

10 Punkte

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