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Fragen den Antworten zuordnen (A–K)
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C · Leseverstehen
10 Pkt

Fragen den Antworten zuordnen (A–K)

C. LESEVERSTEHEN

Text 6 — 10 Punkte

Aufgabe: Lesen Sie das Interview des KURIER mit AMS-Chef Herbert Buchinger zum Thema Arbeitslosigkeit und ordnen Sie die Fragen (A – K) den Antworten (1 – 11) im Interviewtext zu. Ein Lösungsbeispiel ist vorgegeben.


Fragen:

  • A: Die Kritik an den AMS-Kursen will nicht enden.
  • B: Die Regierung gibt im Wahljahr 200 Millionen Euro für zusätzliche AMS-Kurse aus. Sind sie damit zufrieden oder sollte mehr Geld zur Verfügung gestellt werden?
  • C: Gibt es eine Sockel-Arbeitslosigkeit, bei der die besten Schulungen nichts nützen?
  • D: Sie haben vorgeschlagen, den rund 90.000 Saison-Arbeitskräften im Tourismus oder am Bau, die eine Wiedereinstellungszusage haben, die Arbeitslosenbezüge um zehn Prozent zu kürzen.
  • E: Steigt die Arbeitslosigkeit in diesem Winter erstmals über die Marke von 400.000 Personen?
  • F: Trotzdem steigt die Arbeitslosigkeit. Warum?
  • G: Wann kommt endlich die Trendwende?
  • H: Was kann man gegen die Lehrstellen-Krise tun?
  • I: Was wären Alternativen?
  • J: Wie viele zusätzliche Schulungen gibt es heuer? Wird es nicht schwieriger, die richtigen Leute in die richtigen Maßnahmen zu bringen?
  • K: Wird der Zustrom der Deutschen noch stärker?

Arbeitsmarktservice (AMS) hat heuer viel mehr Geld als Jobs

1 –

Selbst inklusive Schulungsteilnehmern werden wir nicht auf 400.000 kommen. Die Jänner-Arbeitslosigkeit ist um gut zwei Prozent auf rund 323.000 Personen gestiegen (exklusive 50.000 Personen in Schulung).

2 –

Eine solche Umkehr im Sinne eines nachhaltigen Abbaus der Arbeitslosigkeit ist nicht in Sicht. Wir gehen aber davon aus, dass wir durch die deutliche Ausweitung der Schulungsmaßnahmen 2006 eine spürbar sinkende Arbeitslosigkeit organisieren können.

3 –

Grund ist neben der Konjunktur das zusätzliche Arbeitskräfteangebot. Immer mehr Frauen drängen in Teilzeitjobs, außerdem arbeiten bald mehr Deutsche in Österreich als umgekehrt – rund 65.000 – erstaunlich, oder?

4 –

Wir gehen nicht davon aus, aber er wird anhalten. Auf alle Fälle steigt die Konkurrenz.

5 –

Momentan würde sich niemand im AMS (= Arbeitsmarktservice) mehr Mittel wünschen. Es ist ganz ehrlich gesagt ein ziemlicher Stress im AMS, in dem Ausmaß sinnvolle, wirkungsvolle Maßnahmen zu konzipieren.

6 –

Wir bringen 20.000 Arbeitslose zusätzlich in Kurse. Zur zweiten Frage: Ganz sicher. Das Problem der Treffsicherheit wird sicher größer, wenn man die Maßnahmen rasch ausweitet. Es wäre sicher professioneller, wenn wir mehr Vorbereitungszeit hätten. Aber Politik hat ihre eigenen Logiken.

7 – D (Beispiel)

Die Saisonarbeitslosigkeit ist in Österreich besonders groß. Saisonarbeitslosigkeit ist eine Subventionierung der Saisonbranchen und Saison-Arbeitskräfte durch andere Branchen und Arbeitnehmer. Das ist die Realität. Abgesehen von Teilerfolgen am Bau ist es nicht gelungen, in den Branchen ganzjährige Beschäftigungsverhältnisse einzuführen.

8 –

Zwei Drittel der Beschwerden kommen von über 55-jährigen Männern, die geistig schon in Pension sind und noch nicht realisiert haben, wie lange sie noch arbeiten müssen. Die durchschnittliche Note, die uns die Teilnehmer geben, ist 1,7. Das ist sehr gut. 60 Prozent der Schulungsteilnehmer finden einen Job, das ist in Europa die zweithöchste Rate.

9 –

Ja, ganz grob geschätzt sind zwischen 40.000 und 45.000 Langzeitarbeitslose schwer wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

10 –

Nur zusätzliche Lehrstellen zu fördern geht auf Dauer nicht. Eine Grundsatzentscheidung steht aus: Will ich weiter die Lehrausbildung, dann muss ich investieren, verbessern, reformieren. Oder bilde ich sie anders aus, etwa über eine praxisnahe Schulausbildung nach dänischem Vorbild. Das wäre aber viel teurer als die Lehrausbildung.

11 –

Ein genereller Zuschuss an Betriebe, die Lehrlinge ausbilden; oder ein Lastenausgleich zwischen nicht ausbildenden und ausbildenden Betrieben.

Quelle: Kurier


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