Mündliche EPD-Prüfung: Ablauf, Themen und ein Beispiel
Zur mündlichen EPD werden Sie eingeladen, wenn Sie die schriftliche Prüfung bestanden haben. Sie besteht aus zwei Teilen: einem vorbereiteten Vortrag von etwa 5 Minuten und einem spontanen Gespräch von etwa 5 Minuten.
Diese Seite folgt dem Muster der VWU für die Prüfung ab Juni 2026: der Ablauf, die Impulse und Leitfragen, die Themen und das, worauf die Prüfer achten. Am Ende lesen Sie, wie Sie mit VWUPass mündlich üben.
Mündliche Prüfung übenAblauf: Aufgabe wählen, vorbereiten, vortragen, sprechen
Zu Beginn der Vorbereitungszeit erhalten Sie 2 Aufgaben zu 2 verschiedenen Themenbereichen und wählen eine davon aus. Für die Vorbereitung haben Sie mindestens 15 Minuten. Sie dürfen ein einsprachiges Wörterbuch benutzen, das die VWU bereitstellt, und sich Stichworte notieren.
Danach sprechen Sie etwa 5 Minuten frei entlang der Leitfragen, die mit der Aufgabe abgedruckt sind. Einen ausformulierten Text abzulesen oder auswendig Gelerntes aufzusagen, wird nicht akzeptiert. Erst nach dem Vortrag bekommen Sie einen neuen Impuls, über den Sie etwa 5 Minuten spontan sprechen.
Die Kommission besteht aus 3 Personen: Ihrer Prüferin oder Ihrem Prüfer, einer zweiten Lehrkraft der VWU und einer Vertretung der Universität.
- Aufgabe wählen: eine von 2, zu verschiedenen Themenbereichen
- Vorbereiten: mindestens 15 Minuten, mit dem Wörterbuch der VWU und Stichworten
- Vortragen: etwa 5 Minuten, frei entlang der Leitfragen
- Sprechen: etwa 5 Minuten zu einem neuen Impuls, ohne Vorbereitung
- Ergebnis: direkt nach der Prüfung
Impulse und Leitfragen
Für den Vortrag ist der Impuls eine Grafik, ein Kurztext oder eine Karikatur. Für das Gespräch sind es ein Bild, eine einfache Grafik, ein Zitat oder eine Aussage. Bei einer Aussage bekommen Sie zwei gegensätzliche Standpunkte und vertreten einen davon.
Im Muster gehören zu jeder Vortragsaufgabe 5 Leitfragen, und sie folgen einem wiederkehrenden Aufbau. Wer ihn kennt, hat die Gliederung des Vortrags schon vor der Prüfung im Kopf. Angenommen, Sie wählen eine Grafik aus dem Themenbereich Medien, etwa zu Künstlicher Intelligenz. Dann tragen die Leitfragen Sie so durch die 5 Minuten:
- Worum geht es im Impuls? Fassen Sie die zentrale Aussage kurz zusammen.
- Wie ist die Lage in Ihrem Herkunftsland oder in Ihrem Alltag?
- Welche Vor- und Nachteile sehen Sie?
- Wie wird sich das Thema in Zukunft entwickeln?
- Welche Maßnahmen schlagen Sie vor, und warum?
Themen: 10 Bereiche, 4 Blickwinkel
Das Muster nennt 10 Themenbereiche, aus denen die Aufgaben der schriftlichen und der mündlichen Prüfung kommen. Jedes Thema kann unter 4 Blickwinkeln gefragt werden: Globalisierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Zukunftstrends. Ein und dasselbe Thema kann also als Frage nach seiner Zukunft oder nach seiner Nachhaltigkeit kommen.
- Arbeitswelt und Wirtschaft
- Beziehungen und Geschlechtergerechtigkeit
- Gesellschaft und soziales Engagement
- Konsumgesellschaft
- Körperliche und mentale Gesundheit
- Lernen, Bildung, Studium, Wissenschaft
- Medien
- Tourismus und Reisen
- Wohnen
- Umwelt
Worauf die Prüfer achten
Für die mündliche Prüfung veröffentlicht das Muster kein Punkteraster. Es beschreibt stattdessen, was Sie zeigen sollen, und stellt einen Satz voran: „Nicht Ihr Wissen, sondern Ihre Deutschkenntnisse werden geprüft.“
Nicht genug sind kurze, fehlerhafte Sätze mit wenig Wortschatz und auswendig Gelerntes, das mechanisch aufgesagt wird. Nicht nötig ist es dagegen, perfekt oder fehlerfrei zu sprechen. Zeigen sollen Sie, dass Sie:
- das Gelernte so einsetzen, wie es die Aufgabe oder das Gespräch verlangt,
- die Prüfer verstehen und auf sie reagieren,
- deutlich machen, wenn Sie etwas nicht verstanden haben, anderer Meinung sind oder zu einem Thema nichts Genaues wissen,
- eigene Fehler mit Hilfe der Prüfer korrigieren,
- sich so ausdrücken, dass man Sie ohne Mühe und ohne Missverständnisse versteht.
Mündlich üben mit VWUPass
Die mündliche Übung ist eine Ergänzung zum EPD-Abo von VWUPass: Sie buchen sie einmalig für €10 dazu und üben damit 3 Monate lang.
Im Trainer wählen Sie eine Aufgabe, stellen die Vorbereitungszeit mit dem Timer ein und nehmen Ihren Vortrag auf. Im zweiten Teil antworten Sie spontan auf Nachfragen, die eine KI stellt. Beides können Sie auch als ganze Simulation durchspielen, wie in der Prüfung erst den Vortrag und dann das Gespräch.
Häufige Fragen
Wann ist die mündliche EPD-Prüfung?
In einem Zeitfenster, das die VWU für jeden Termin festlegt, etwa 2 bis 3 Wochen nach der schriftlichen Prüfung. Nach der schriftlichen Prüfung am 10.11.2026 finden die mündlichen Prüfungen zum Beispiel im Zeitraum 30.11. bis 3.12.2026 statt. Eingeladen wird nur, wer die schriftliche Prüfung bestanden hat. Alle Fenster finden Sie auf der Seite mit den EPD-Terminen.
Was passiert, wenn ich die schriftliche Prüfung nicht bestehe?
Dann gibt es für diesen Termin keine mündliche Prüfung. Sie treten zu einem späteren Termin erneut schriftlich an, die schriftliche Prüfung dürfen Sie 4-mal wiederholen. Für die mündliche Prüfung gelten davon unabhängig ebenfalls 4 Wiederholungen.
Bekomme ich das Ergebnis der mündlichen Prüfung sofort?
Ja. Das Ergebnis der mündlichen Prüfung wird direkt nach der Prüfung bekanntgegeben. Das Zeugnis laden Sie danach im VWU-Studierendenportal herunter.
Darf ich in der mündlichen Prüfung ein Wörterbuch benutzen?
In der Vorbereitungszeit ja: Die VWU stellt ein einsprachiges Wörterbuch bereit, ein eigenes brauchen Sie nicht. In der schriftlichen Prüfung sind Wörterbücher dagegen nicht erlaubt.
Darf ich meinen Vortrag ablesen?
Nein. Stichworte aus der Vorbereitung dürfen Sie verwenden, aber Sie sprechen frei. Einen ausformulierten oder auswendig gelernten Text vorzutragen, wird nicht akzeptiert.