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Aussagen Personen zuordnen (A–I)
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C · Leseverstehen
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Aussagen Personen zuordnen (A–I)

C. LESEVERSTEHEN

Text 5 — 15 Punkte

UMFRAGE: Zug zum Erfolg

Morgens 6.30 Uhr im „Metropolitan", dem neuen Topmodell der Bahn zwischen Hamburg und Köln. Schwarze Ledersessel, gebürsteter Stahl, Service wie im Flugzeug – hier reisen vor allem die Besserverdienenden, meist in beruflicher Mission. Was verbinden sie mit dem Begriff „Mobilität"? Eine Umfrage bei 200 Stundenkilometern.


A – Thomas Braun, 36, Marketingmanager eines Mineralölkonzerns

Mobilität ist für mich die Freiheit, zu machen, was ich will. Grundsätzlich ist Mobilität ein positiver Begriff. Heutzutage muss man mobil sein, sonst ist man nicht so richtig „in". Früher war das Leben gemütlicher, aber ärmer an Erfahrungen. Die Zukunft, so in 300 bis 400 Jahren, stelle ich mir ganz schrecklich vor. Wahrscheinlich sausen wir dann in automatischen Flugmaschinen herum und reden gar nicht mehr miteinander. Ich bin froh, dass ich dann nicht mehr lebe.


B – Ulrich Schober, 51, Manager in einem Schuhkonzern

Mobil sein entspricht der Natur des Menschen – er ist auf Expansion angelegt. Das hat etwas mit dem Drang nach wirtschaftlicher Macht zu tun. Ausbeuten, was immer auszubeuten war. So vernichteten wir aber auch nachhaltig die Ressourcen, auf die wir angewiesen sind. In ein paar Jahrhunderten leben wir wahrscheinlich wieder in Höhlen. Dann gehen alle zu Fuß.


C – Stefan Klindtwort, 25, Management-Assistent

Datenautobahnen werden die menschlichen Beziehungen in absehbarer Zeit deutlich reduzieren. Es wird einfacher werden, Geschäftliches zu erledigen, aber schwieriger, das Emotionale aufrechtzuerhalten. Nur über E-Mails geht das nicht.


D – Mark Hoffmann, 33, Diplomingenieur bei der Telekom

Der Zwang, unterwegs zu sein, wird zunehmen. Das ist vor allem geschäftlich bedingt. Globalisierung und so. Aber ein Grundbedürfnis ist Mobilität nicht. Vor allem privat sind doch alle lieber zu Hause und erholen sich, oder?


E – Giovanna Pozzi, 31, Stewardess im „Metropolitan"

Na klar, mobil sein muss man. Ich bin beruflich mobil und auch in der Freizeit. Denn die Welt ist groß, und ich will so viel wie möglich davon sehen. Das ist zwar anstrengend, aber es bereichert das Leben. Ja, eigentlich ist es doch sogar der Sinn des Lebens. Ich bin Italienerin, arbeite jetzt in Deutschland, war schon in England, Frankreich, Ägypten. Ich bin froh, dass ich jetzt lebe.


F – Felix Kroll, 30, Steward im „Metropolitan"

Ich lege pro Tag 800 Kilometer im Zug zurück, aber abends bin ich wieder zu Hause. Dort bin ich ein sehr unmobiler Mensch, ruhig und relaxed. Grundsätzlich heißt Mobilität, immer mal woanders zu sein. Umziehen für einen guten Job, das würde ich nie machen. Dabei gehen oft Beziehungen in die Brüche. Es wäre toll, jetzt schon in der Zukunft zu leben. Dann könnte man Tausende Kilometer voneinander entfernt sein und wäre doch in Sekundenschnelle zusammen.


G – Chantal Bauer, 42, Hausfrau

Also ehrlich gesagt, finde ich Reisen ganz furchtbar. Schauen Sie sich doch um. So viele Leute auf so wenig Raum. Ich habe extra einen Einzelsitzplatz gebucht, damit mich niemand belästigt. Und „Mobilität" – wenn ich das Wort schon höre, bekomme ich Beklemmungen. Hört sich an wie „Erpressung".


H – Fina Saleh, 29, Informatikerin

Mobil sein ist anstrengend. Ich weiß das, weil ich zurzeit jeden Dienstag von Hamburg nach Hennef bei Bonn fahren muss, um dort als Informatikerin zu arbeiten. Und donnerstags geht es wieder zurück nach Hamburg. Ganz nach Hennef ziehen? Nein danke ... Ich habe Probleme mit kleinen Orten.


I – Kiko, 26, Sängerin

Bei Mobilität fällt mir als Erstes mein eigener Kopf ein. Da muss man vor allem unterwegs sein. Es gibt viele Leute, die reisen und doch ihre eigene Welt immer mit sich tragen, anstatt die neue auf sich wirken zu lassen. Meine Großmutter lebt noch immer in ihrem kleinen Dorf in Kenia. Sie ist nie verreist. Aber sie ist trotzdem sehr weise.

Quelle: DIE ZEIT


Aufgabe: Ordnen Sie die einzelnen Aussagen den Personen (A bis I) zu.

Eine Aussage kann von mehreren Personen gemacht werden. Beachten Sie die Anzahl der Striche und schreiben Sie auf jeden Strich einen Buchstaben. Ein Beispiel ist vorgegeben.

1. Mobilität ist etwas Positives.

(Beispiel: A)

2. Mobilität ist etwas Negatives.

3. Mobilität ist für viele Menschen eine berufliche Notwendigkeit.

4. Mobilität ist schlecht für die Umwelt.

5. In Zukunft werden wir uns noch schneller fortbewegen.

6. Mobilität hat nichts mit Ortsveränderung zu tun.

7. Mobilität fördert die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht.

15 Punkte

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