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Aufgabe 1b — Lückentext-Zusammenfassung
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Aufgabe 1b — Lückentext-Zusammenfassung

Aufgabe 1b — Leseverstehen: Lückentext-Zusammenfassung

BEDTIME PROCRASTINATION

Der Begriff wurde zum ersten Mal im Jahr 2014 von der niederländischen Sozial- und Verhaltensforscherin Floor M. Kroese verwendet. Inzwischen hat sich in der Fachliteratur folgende Definition etabliert: Bedtime procrastination liegt vor, wenn erstens das Schlafengehen aktiv verzögert wird, zweitens ein triftiger Grund für das lange Aufbleiben fehlt und man sich drittens bewusst ist, dass das Aufschieben der Schlafenszeit negative Folgen haben könnte.

Um wach zu bleiben, kann man vor dem Fernseher, am Computer oder am Handy sitzen bleiben -- etwa, weil man eine Serienfolge nach der anderen schaut oder sich nicht von einem Videospiel losreißen kann. Ebenso können viele andere Tätigkeiten Menschen am Zubettgehen hindern, beispielsweise Lesen oder Sport. Allerdings wurde das Phänomen erst seit dem Aufkommen von Fernseher, Handy und Computer vermehrt registriert. Fachleute gehen deshalb davon aus, dass die elektronischen Geräte mit ihren vielfältigen Formen der Unterhaltung maßgeblich zu seiner Entstehung beigetragen haben.

Wie häufig bedtime procrastination vorkommt, ist bislang noch unklar, da es keine repräsentativen Studien zu dem Thema gibt. Eine der wenigen Untersuchungen deutet aber zumindest darauf hin, dass das Verhalten weit verbreitet ist. Rund drei Viertel der 2637 befragten niederländischen Erwachsenen gaben darin an, mindestens einmal pro Woche später ins Bett zu gehen, als sie eigentlich vorhatten. Fast alle fühlten sich deshalb an zwei oder mehr Tagen tagsüber müde, und mehr als zwei Drittel stuften das eigene Verhalten als problematisch ein.

Welche Faktoren erschweren ein zeitiges Zubettgehen? Wahrscheinlich hängt das Phänomen auch mit der Persönlichkeit zusammen. So legte bereits die erste Studie nahe, dass es eine Verbindung zwischen dem Aufschieben der Schlafenszeit und der Selbstkontrolle gibt: Personen, die über eine schlechtere Selbstregulierung verfügten, berichteten auch vermehrt über bedtime procrastination, schreiben die Forscherinnen. Außerdem entdeckten sie, dass vor allem solche Menschen vor dem Zubettgehen prokrastinieren, die auch sonst dazu neigen, Dinge aufzuschieben. Der Grund dafür dürfte der gleiche sein. Das führt dann vermutlich dazu, dass man lästige Aufgaben aufschiebt, während man es gleichzeitig nicht schafft, Spaß machende Aktivitäten zu beenden.

Einige Forschende sind allerdings davon überzeugt, dass auch der Chronotyp einen wichtigen Einfluss auf das Verhalten von Menschen haben kann. Wie Studien belegen, neigen Abendtypen oder „Eulen" an Arbeitstagen stärker zu bedtime procrastination als Frühtypen oder „Lerchen". „Eulen", die morgens früh aufstehen müssen, um zur Arbeit zu gehen, seien gezwungen, sich an Zeitpläne anzupassen, die eigentlich nur den Frühtypen entsprechen. Da sie aber abends später müde werden, falle es ihnen schwerer, früher einzuschlafen, heißt es in der Studie. „Unser Befund widerspricht der vorherrschenden Vorstellung, dass die Prokrastination des Schlafengehens vorrangig das Ergebnis mangelnder Selbstregulation ist", erklärt die Forscherin.

Aus klinischer Sicht ist die bedtime procrastination erst dann problematisch, wenn die Betroffenen dauerhaft zu wenig Schlaf bekommen und unter gesundheitlichen Folgen leiden. Am offensichtlichsten zeigen sich die Konsequenzen einer zu kurzen Nachtruhe direkt am nächsten Tag: Man fühlt sich schlapp und unkonzentriert, ist also sowohl körperlich als auch geistig weniger leistungsfähig. Noch schwerwiegender sind allerdings die langfristigen Auswirkungen: Permanenter Schlafmangel kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettleibigkeit, Diabetes und Depression begünstigen. Heranwachsende brauchen darüber hinaus eine ausreichend lange Nachtruhe, damit sich das Gehirn richtig entwickelt. Zu wenig Schlaf kann bei ihnen langfristig zu kognitiven Problemen führen.


Aufgabe 1b — Dauer: 25 Minuten — / 10 P.

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Mit dem Begriff bedtime procrastination wird ein Phänomen beschrieben, das sich erst in neuerer Zeit beobachten lässt. Man versteht darunter die Tatsache, dass offenbar viele Menschen das Zubettgehen häufig (1). Experten vermuten einen Zusammenhang zwischen diesem Verhalten und der zunehmenden (2) der neuen Medien.

Klare Aussagen zur (3) des Phänomens sind nicht möglich, weil die Studienlage unzureichend ist. Aus einigen Studien kann man aber schließen, dass ein relativ (4) Anteil der Menschen zu diesem Verhalten neigt. Interessant dabei ist, dass viele Befragte in ihrem Verhalten ein (5) sehen.

Welche Faktoren bedtime procrastination begünstigen, darüber sind die Wissenschaftler (6) Meinung. Die einen führen das Prokrastinieren auf fehlende (7) zurück, die anderen sind davon überzeugt, dass es auch vom (8) beeinflusst wird. Menschen, die abends aktiver sind und als „Eulen" bezeichnet werden, haben generell Probleme mit dem frühen Schlafengehen.

Negative Folgen für die (9) sind nur dann zu befürchten, wenn Menschen ständig zu spät zu Bett gehen. Bei jungen Menschen kann eine zu kurze Nachtruhe allerdings die (10) des Gehirns beeinträchtigen.

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